Staufener Zeitreise Staufener Zeitreise
 

STAGES  –  Die Staufener Zeitreise  -   STAdtGESchichten - 
oder wie alles begann

 

Die Ideen für solch eine außergewöhnliche Veranstaltung entwickeln sich entweder Zug um Zug oder sie sind einfach plötzlich da. In diesem Fall war es so, dass der Gewerbeverein Staufen 2003 für seine erfolgreiche Herbstveranstaltung etwas Neues brauchte. Da für die Vorbereitung damals nur wenig Zeit zur Verfügung stand, war klar, dass es kein Fest mit Engagements von Künstlern oder auswärtigen Gruppen sein konnte. So entstand – in diesem Fall tatsächlich über Nacht – die Idee, die Staufener Bürger selbst auf die Bühne zu bringen, mit ihnen zusammen eine Zeitreise durch gut 12 Jahrhunderte Stadtgeschichte zu inszenieren und diese Spielszenen an unterschiedlichen Orten aufzuführen. Das war die Geburtsstunde der STAGES, wie das Spektakel damals genannt wurde, der Begriff bezog sich auf das englische Wort für „Bühnen“, doch über die Jahre wurden daraus die „Staufener Zeitreise mit ihren STAdtGESchichten“.

 

Die STAGES sind nicht nur irgendein Mittelalter-Fest, wie es sie inzwischen vielerorts gibt. Sie heben sich hiervon ganz deutlich ab, denn sie sind eine Veranstaltung für die ganze Familie, ein „Geschichtsbuch zum Durchlaufen“, hier wird Geschichte erlebbar gemacht – eine Zeitreise durch die Jahrhunderte interessanter und spannender Geschichte der Fauststadt Staufen. Der Besucher kann hautnah dabei sein, wenn die Bilder der Stadt- Geschichte lebendig werden, dank der vielen Geschichten, Zeitzeugnisse, Anekdoten und verborgenen Schicksale der Staufener Bürger vom Mittelalter, über die  Barockzeit und die Badische Revolution bis in die frühen Jahre des letzten Jahrhunderts, alles hervor gestöbert aus Archiven, Urkunden und durch Überlieferung.

 

Die STAdtGESchichten sind eine Attraktion, die ihresgleichen sucht. Aus dem anfänglichen „Geheim-Tipp“ hat sich eine außergewöhnliche Veranstaltung entwickelt, die sich inzwischen schon weit über die Regio hinaus einen Namen gemacht hat und die es in ihrer Form sonst nirgends gibt. Nachdem 2003 anfänglich alles ganz klein und recht improvisiert angefangen hat, sind die STAdtGESchichten, begleitet von modernster Ton-und Lichttechnik, für alle Besucher und für die nun inzwischen ca. 800 Teilnehmer ein faszinierendes Erlebnis.

 

Viele Mitspieler und Gästegruppen halten Organisator Andy Müller und seinem Team schon seit Beginn die Treue und jedes Jahr können mehr Gäste und Besucher aus ganz Baden-Württemberg und auch über die Grenzen hinaus begrüßt werden. Das Besondere an der Zeitreise ist, dass die Geschichte der Stadt von ihren Bürgern in Szene gesetzt wird. Jeder Akteur, ob vor oder hinter der Bühne, gehört zur immer größer werdenden Zeitreise–Familie, egal welches Alter, welches Aussehen, welche Religion oder welche Herkunft. Dieses Erlebnis, gemeinsam zu spielen, dabei neue Freundschaften zu schließen und unglaublich viel Spaß zu haben, macht die Anstrengungen im Vorfeld wieder wett. Dass dies alles im Ehrenamt geschieht, ist für alle Beteiligten selbstverständlich, denen der Spaß an der Sache am wichtigsten ist, was schließlich auch im unglaublichen Flair dieser Veranstaltung zu spüren ist. Die STAdtGESchichten sind auch ein Parade-Beispiel für gelebte Integration: Staufener Neubürger können sich durch das gemeinsame Erleben recht schnell in die Einwohnerschaft integrieren, Kontakte knüpfen und sich „daheim“ fühlen. In diesem Generationen-Projekt stehen Alt und Jung gemeinsam auf der Bühne, auch die Flüchtlinge werden wo immer es möglich ist, integriert und mancher Jugendliche, der von Teilen der Gesellschaft als „schwarzes Schaf“ tituliert wurde, zeigt sich hier umgänglich, weil verborgene Talente ans Tageslicht kommen, für die er plötzlich sehr geschätzt wird.

 

Inzwischen sind fast die Hälfte der Mitwirkenden Kinder und junge Erwachsene, die jedes Jahr mit größter Begeisterung in die Kostüme ihrer Ahnen schlüpfen und die Geschichte ihrer Heimatstadt lebendig werden lassen. Fasziniert ist Organisator, Regisseur und Autor Andreas Müller vor allem über die Tatsache, welche ungeheure Anziehungskraft die sonst als verstaubt geltende Geschichte bei Zuschauern und Akteuren plötzlich hat. „Ich hätte auch nie damit gerechnet, dass wir mit den STAdtGESchichten so schnell im gleichen Atemzug mit anderen großen historischen Festen in ganz Deutschland genannt werden. Überrascht hat mich der anhaltende Zulauf und die Begeisterung der Darsteller – gleich ob sie fünf oder achtzig Jahre alt sind. Und ich staune in jedem Jahr aufs Neue über die phantastische Unterstützung der Staufener Gewerbetreibenden und unserer Sponsoren aus der ganzen Region.“

 

Organisator und federführender Veranstalter ist seit 2008 der FAUST e.V. (der „Förderverein für außergewöhnliche und unterhaltende Staufener Theaterkultur“), gemeinsam mit dem Gewerbeverein und der Stadt Staufen als bewährten Partnern. Die STAdtGESchichten sind beim Faust e.V. in guten Händen. So betreibt dieser gemeinnützige Verein bereits den Kostümverleih FUNDUZ im Gewerbegebiet. Über 3000 Kostüme aller Zeitepochen und Stile stehen dort im Verleih für historische Feste, Familienfeiern, Mottopartys, Fasnacht und vieles mehr zur Verfügung. Selbstverständlich, dass die STAGES - Spieler zu großen Teilen vom FUNDUZ eingekleidet werden. Der Faust e.V. fördert auch dadurch das heimische Brauchtum und pflegt die Erinnerung an die Jahrhunderte alte Geschichte der Fauststadt Staufen. Dies will man mit den STAdtGESchichten auch künftig immer am dritten Wochenende im September tun.


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