Staufener Zeitreise Staufener Zeitreise
 


Doktor Fausten's Tod in Staufen

Das Faustspiel nach der Textvorlage von Hermann Ays wurde 1930 in Staufen zum ersten Mal aufgeführt und in der folgenden Zeit zum wiederkehrenden Bestandteil des kulturellen Lebens in der Fauststadt. Bei der Staufener Zeitreise 2005 erlebte dieses eindrucksvolle Schauspiel über den sicherlich berühmtesten Einwohner Staufens eine umjubelte Wiederkehr – beinahe ausschließlich in den aus den 30er Jahren erhaltenen Gewändern und jedenfalls ganz im Originalton jener Zeit. Der Eröffnungstag der STAdtGESchichten 2012 findet mit dieser Aufführung seinen krönenden Abschluss.

 

Aufführung nur am 21.09.2012, 22:00 Uhr. Für diese Sonder-Vorstellung der STAdtGESchichten am Eröffnungstag hier online Karten kaufen.

 


Wer hat Goethe von Faust erzählt

 

Die Erzählung beginnt mit Josef Kauffmann, der vor 250 Jahren wegen vermeintlichen Betrugs in Staufen hingerichtet wird. Die Familie verlässt den Breisgau. Jahre später macht eine gewisse Angelika Kauffmann als wohl bekannteste Malerin ihrer Zeit in Rom von sich reden. Bekannt ist auch, dass der kunstsinnige Geheimrat ein gern gesehener Gast der Künstlerin war. Diese und andere Indizien sind Ausgangspunkt einer reizvollen Spekulation.

 

 

 


Der schwarze Tod

„...Dunkelheit liegt über der Stadt, bedrohlich und düster wirkt die Stadtmauer, nur ab und zu brennt eine Fackel und erleuchtet einen kleinen Kreis. Ein Wärter steht am Tor und versucht mit seiner Laterne die Dunkelheit zu vertreiben. Nicht nur die Stadt liegt im Dunkeln, auch die Stimmung der Menschen ist niedergedrückt. Die Pest hat alles im Griff...“ So steht es in einer Abhandlung über die Pest geschrieben. Kaum vorstellbar, welche ungeheure Not, welches Elend, Misstrauen, welche unfassbare Angst die Menschen damals erfasst hat. Diese leise und gleichzeitig anrührende STAdtGESchichte versetzt die Zuschauer zurück in das Jahr 1595, als die Pest erneut in Staufen ihren grausamen Tribut verlangte.

 


Eine Stadt steht Kopf

Vor achtzig Jahren wurde unter der Regie des gerühmten Gustaf Gründgens in Staufen ein Film gedreht, der bis heute kaum auffindbar ist. In dieser STAdtGESchichte, die von Kindern gespielt wird, geht es um die Geschichte dieses Films: Heinz, seines Zeichens Vertreter für Papierservietten, wird von einem Revisionsbeamten im Auto mitgenommen; da er mit dessen Begleiterin flirtet, aber prompt in der nächsten Kleinstadt ausgesetzt. Dort hält man ihn nun für den von der Stadtverwaltung mit schlechtem Gewissen erwarteten Revisor und bereitet ihm einen großen Empfang.


900 Jahre Baden und die Herren von Staufen

Ein besonderer Blickfang der Staufener Rathausfassade sind die goldglänzenden Wappen. Tagtäglich stellt man sich bei ihrem Anblick die Frage: Welche historischen Ereignisse und welche Personen sind mit diesen Tafeln verbunden? Die STAdtGESchichte der Herren von Staufen weiß die Antwort. Bürgerschaft und
Herrschaft berichten davon, wie man statt an den markanten Pranger, zur Ehre einer dauerhaften Erinnerung an diesem besonderen Ort kam. Im Mittelpunkt dieses traditionsreichen Schauspiels steht der Staufener Wiedertäufer Michael Sattler und
dessen Lebensgeschichte... und selbstredend, dass im Jubiläumsjahr von Baden auch hier die Badische Geschichte eine besondere Rolle spielen wird...
 


Festeinzug des Großherzogs von Baden

Im Jahre 1909 besuchte das badische Großherzogspaar Friedrich II und seine Gemahlin Hilda die Stadt. Auf dem Marktplatz wurde ein prächtiger Baldachin über die Bühne gespannt - auf der sinnigerweise des Besuchers Büste aufgestellt war. Die Stadtgeschichten 2012 lassen anlässlich des 900 jährigen Jubiläums von Baden diesen historischen Moment noch einmal aufleben. Seien Sie Zaungast und wirken Sie mit, wenn es gilt, den majestätischen Gästen die ihnen gebührende Aufwartung zu machen.

 


Rittersport und die Angst vor Gold

Die uns bekannten Schriftstücke in den Archiven haben nur wenig von den frühen Jahren der Staufener Ritterschaft für die Nachwelt erhalten. Umso erstaunlicher und beinahe fabelhaft sind die Informationen, die überliefert sind. Vor der mittelalterlichen Kulisse des Staufener Stadtschlosses sehen Sie die turbulente Fortsetzung der Staufener Rittersaga. In deren Mittelpunkt geht es um zarte Geschöpfe und mittelalterliche Weisen, klingende Schwerter und erhabene Ritterehre – aber auch um die wirtschaftliche Not der Ritterschaft und den verwegenen Ideen, diese zu beheben.


Das Staufener Spital

Genau vor 478 Jahren wurde das Staufener Spital gegründet. Seither bestand in den Mauern der Stadt Staufen eine soziale Einrichtung, ohne die viele Bettler, Waisen, Kranke und Alte den Beschwerden der Kriege und Hungersnöte hilflos ausgeliefert
gewesen wären. Diese STAdtGESchichte erzählt von Menschen, die an diesem Ort eine Bleibe fanden – und wem der Zutritt verwehrt blieb. Man erfährt von den Rechten und Pflichten der Zünfte, vom harten Schicksal der Pestkranken – und nicht zuletzt von den höchst unangenehmen Behandlungsmethoden der damaligen Zeit.

 


 


Faust und der Stein der Weisen - Gastspiel aus Knittlingen

Unsere Gäste und Freunde von Laterna Mystica aus der der Fauststadt Knittlingen erzählen mit viel Tempo und Humor eine fantastische Geschichte, wie sie damals vielleicht hätte geschehen können. "Faust und der Stein der Weisen" ist eine historische Komödie über Liebe und Lust, Gier und Intrigen rund um den großen Magier und damalige Persönlichkeiten des Klosters Maulbronn.


1848 - Der Ruf nach Freiheit

Wir schreiben den 24. September 1848. Unter Gustav Struve und seiner Frau Amalie rücken die Freischärler von Lörrach bis nach Staufen vor. Hier schlägt ihnen revolutionäre Begeisterung –aber auch die Angst der Bürgerschaft entgegen. Gustav Struve ruft vom Rathaus aus die Republik aus, währenddessen die Revolutionäre Straßen und Brücken verbarrikadieren. Als General Hoffmann mit den badisch-großherzoglichen Regierungstruppen ebenfalls seinen Weg nach Staufen lenkt, bricht unversehens die Entscheidungsschlacht über Staufen herein. Mit dem Kanonenrauch verfliegt auch die
republikanische Hoffnung. Gustav Struve gelingt die Flucht – doch zurück bleiben tote Musikanten und Bürger, sowie eine Kanonenkugel in der Fassade...
 


Anno 1525 - Der Bauernkrieg

Rund um die Fauststadt tobt der Bauernkrieg. Die aufständischen Bauern ziehen ins Münstertal und plündern gemeinsam mit den Münstertälern Bauern das Kloster Sankt Trudpert. Die Mannschaften des österreichischen Statthalters und der Breisgaustädte ziehen gegen die Bauern ins Tal und besiegen sie. Die Aufständischen werden nach Staufen geführt und müssen hier dem Landesherrn aufs Neue huldigen. Diese STAdtGESchichte erzählt von der Armut der Bauernschaft, ihrer Wut und Entschlossenheit und davon, welches Schicksal die Mannen um Peter Gunzensberger erlitten.


Die gute alte Schulzeit

Bereits vor über 400 Jahren gab es in Staufen zwei Schulen – die Bürgerschule und die Lateinschule. Die Lateinschule lag nicht weit von der heutigen Lilienhofschule entfernt, die in den Fünfziger Jahren erbaut wurde. Mit der Einrichtung eines alten Klassenzimmers nebst Schiefertafeln, Kreide und dem Bild des Großherzogs an der Wand, sowie längst vergangenen Lehrmethoden erwacht die gute alte Schulzeit zu neuem Leben. Diese überaus beliebte STAdtGESchichte ist durch die Unterstützung des Schulmuseums in Zell–Weiersbach und seinem rührigen Direktor Bernd Schneider möglich.